Auf den Beitrag: (ID: 15116) sind "6" Antworten eingegangen (Gelesen: 1285 Mal).
"Autor"

Doping Skandal im Radsport

Nutzer: Sternenstaub
Status: Superuser
Post schicken
Registriert seit: 18.11.2000
Anzahl Nachrichten: 6889

geschrieben am: 28.05.2007    um 14:43 Uhr   IP: gespeichert
So wie es aussieht, hat anscheinend jeder im Radsport gedopt. Nur Jan Ullrich schweigt weiterhin. Jetzt wurde er aber ziemlich durch D'Hont belastet. Er will Jan Ullrich Epo gespritzt haben.

Nach seinen allgemeinen Beschuldigungen wird der Belgier Jeff d'Hont jetzt konkret: Er beschuldigt den Tour-Sieger von 1997 in einem Interview des Blut-Dopings und rät ihm, endlich öffentlich die Wahrheit zu sagen: „Es wäre gut für ihn, wenn er auch reinen Tisch machen würde. Dann würde er sich freier fühlen."

Im Telekom-Skandal ist Jan Ullrich vom früheren Masseur Jef D’Hont nochmals schwer belastet worden. Der Belgier bekräftigte, dass auch der Toursieger von 1997 das verbotene Doping-Mittel Epo genommen habe. „In Frankreich habe ich ihm einmal das Mittel gespritzt. Ich habe es ihm in den Arm gespritzt. Das dauert ungefähr zehn Sekunden, das ist so, als ob man einem zuckerkranken Patienten Insulin gibt“, sagte D'Hont im Interview mit der "Bild am Sonntag". „Ich weiß nicht, ob er jemals Doping wollte. Aber er hat damals mitgemacht, weil es alle taten.“

Der unter Dopingverdacht stehende Ullrich hat immer bestritten, zu unerlaubten Mitteln gegriffen zu haben. Er betonte, in seiner Radsportkarriere niemanden betrogen oder geschädigt zu haben: „Ich habe nie jemanden geschädigt." Der 33-Jährige hat seine Laufbahn am 26. Februar beendet. Auch nach der Geständniswelle der Radprofis in den letzten Tagen will sich Ullrich offenbar nicht äußern. Ullrichs Manager Wolfgang Strohband war am Pfingstsonntag zu einer Stellungnahme nicht zu erreichen. Der ehemalige Telekom-Masseur, der mit seinem Buch das Ausmaß des Dopings im Spitzenradsport enthüllt und die Geständnisse der vergangenen Tage ausgelöst hatte, forderte Ullrich auf, jetzt die Wahrheit zu sagen: „Es wäre gut für ihn, wenn er auch reinen Tisch machen würde. Dann würde er sich freier fühlen.“ Ullrich hat bislang immer bestritten, zu unerlaubten Mitteln gegriffen zu haben. Zum Telekom-Skandal will sich Ullrich derzeit nicht äußern. Das hatte Strohband am Freitag nach dem Geständnis von Bjarne Riis, dem Toursieger von 1996, nochmals bekräftigt. D’Hont zollt Ullrich trotz allem hohen Respekt: „Wenn alle sauber gewesen wären, hätte Ullrich zehnmal die Tour gewonnen. Mindestens!“ Ganz im Gegensatz zu Riis. „Der ist groß geworden, weil er gedopt hat. Sonst wäre er ein mittelmäßiger Rennfahrer geblieben“, sagte der 65-Jährige weiter und dementierte, dass er dem Dänen die erste Spritze Epo verabreicht habe: „Er hat sich vor seiner Telekom-Zeit schon vollgepumpt. Das hat er mir selbst gesagt."


Quelle: www.welt.de Link

Was glaubt ihr. Ist der Radsport tot? Soll es eine Amnesie geben? Oder wird sogar Doping im Sport legalisiert? Wie wird es weitergehen.

Sternenstaub
Ordnung ist das Vergnügen der Vernunft, die Unordnung aber die Wonne der Phantasie! (Paul Claudel)
  Top
"Autor"  
Nutzer: regi1801
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 17.12.2005
Anzahl Nachrichten: 1

geschrieben am: 28.05.2007    um 19:21 Uhr   IP: gespeichert
Zitat von: Sternenstaub
So wie es aussieht, hat anscheinend jeder im Radsport gedopt. Nur Jan Ullrich schweigt weiterhin. Jetzt wurde er aber ziemlich durch D'Hont belastet. Er will Jan Ullrich Epo gespritzt haben.

Nach seinen allgemeinen Beschuldigungen wird der Belgier Jeff d'Hont jetzt konkret: Er beschuldigt den Tour-Sieger von 1997 in einem Interview des Blut-Dopings und rät ihm, endlich öffentlich die Wahrheit zu sagen: „Es wäre gut für ihn, wenn er auch reinen Tisch machen würde. Dann würde er sich freier fühlen."

Im Telekom-Skandal ist Jan Ullrich vom früheren Masseur Jef D’Hont nochmals schwer belastet worden. Der Belgier bekräftigte, dass auch der Toursieger von 1997 das verbotene Doping-Mittel Epo genommen habe. „In Frankreich habe ich ihm einmal das Mittel gespritzt. Ich habe es ihm in den Arm gespritzt. Das dauert ungefähr zehn Sekunden, das ist so, als ob man einem zuckerkranken Patienten Insulin gibt“, sagte D'Hont im Interview mit der "Bild am Sonntag". „Ich weiß nicht, ob er jemals Doping wollte. Aber er hat damals mitgemacht, weil es alle taten.“

Der unter Dopingverdacht stehende Ullrich hat immer bestritten, zu unerlaubten Mitteln gegriffen zu haben. Er betonte, in seiner Radsportkarriere niemanden betrogen oder geschädigt zu haben: „Ich habe nie jemanden geschädigt." Der 33-Jährige hat seine Laufbahn am 26. Februar beendet. Auch nach der Geständniswelle der Radprofis in den letzten Tagen will sich Ullrich offenbar nicht äußern. Ullrichs Manager Wolfgang Strohband war am Pfingstsonntag zu einer Stellungnahme nicht zu erreichen. Der ehemalige Telekom-Masseur, der mit seinem Buch das Ausmaß des Dopings im Spitzenradsport enthüllt und die Geständnisse der vergangenen Tage ausgelöst hatte, forderte Ullrich auf, jetzt die Wahrheit zu sagen: „Es wäre gut für ihn, wenn er auch reinen Tisch machen würde. Dann würde er sich freier fühlen.“ Ullrich hat bislang immer bestritten, zu unerlaubten Mitteln gegriffen zu haben. Zum Telekom-Skandal will sich Ullrich derzeit nicht äußern. Das hatte Strohband am Freitag nach dem Geständnis von Bjarne Riis, dem Toursieger von 1996, nochmals bekräftigt. D’Hont zollt Ullrich trotz allem hohen Respekt: „Wenn alle sauber gewesen wären, hätte Ullrich zehnmal die Tour gewonnen. Mindestens!“ Ganz im Gegensatz zu Riis. „Der ist groß geworden, weil er gedopt hat. Sonst wäre er ein mittelmäßiger Rennfahrer geblieben“, sagte der 65-Jährige weiter und dementierte, dass er dem Dänen die erste Spritze Epo verabreicht habe: „Er hat sich vor seiner Telekom-Zeit schon vollgepumpt. Das hat er mir selbst gesagt."


Quelle: www.welt.de Link

Was glaubt ihr. Ist der Radsport tot? Soll es eine Amnesie geben? Oder wird sogar Doping im Sport legalisiert? Wie wird es weitergehen.

Sternenstaub
ob jan ulrich es nun noch selbst zugibt oder nicht - für mich besteht kein zweifel daran das in der oberen liga des radspprts fast jeder fahrer gedopt hat oder noch dopt. ob der radsport dadurch tot ist wird sich in zukunft zeigen.
fakt ist aber auch - solange das geld den sport regiert - wird es doping geben und das in sehr vielen hochleistungssportarten.
ausserdem sind die "dopingsündern" den "dopingfahndern" immer voraus.
eine amnestie sollte es nur für diejenigen gegen die den radsport nicht mehr aktiv ausüben - sondern in beratenen tätigkeiten fungieren. den ehemalige fahrer wissen am besten wann - wieviel doping genommen werden kann - ohne das es nachgewiesen werden kann.
ansonsten bin ich der meinung ein gedopter aktiver fahrer sollte eine lebenslange sperre erhalten.
  Top
"Autor"  
Nutzer: F95
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 10.11.2003
Anzahl Nachrichten: 533

geschrieben am: 30.05.2007    um 01:17 Uhr   IP: gespeichert
Na, und haben mich nicht damals einige Leute der Lüge bezichtigt, als ich Lance Armstrong Doping-Mißbrauch vorgeworfen habe?

Wie auch schon die Tatsache, dass die Sängerin der Black Eyed Peas drogenabhängig ist/war, kommt nun auch hier die Wahrheit an's Licht!

Let's face it, wenn Ulli gedopt war, dann war Armstrong es erst recht!

David Hasselhoff is GOD! *g*
  Top
"Autor"  
Nutzer: stulli
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 23.11.2002
Anzahl Nachrichten: 2892

geschrieben am: 12.07.2007    um 14:17 Uhr   IP: gespeichert
Ich denke, es ist ein offenes Geheimnis, dass im Profi-Radsport (wie auch in etlichen anderen Sportarten) viel gedopt wird. Von daher finde ich die ganze Aufregung ein wenig scheinheilig, bloß weil nun einige Fahrer und Betreuer den Mut haben, es offen zuzugeben.
Doping mit z.B. Epo zu legalisieren halte ich für falsch, weil die langfristige Einnahme solcher Mittel häufig gesundheitsschädigende Wirkung hat, und man kann von keinem Menschen verlangen, dass er für Erfolg seine Gesundheit oder gar sein Leben aufs Spiel setzt.
Allerdings sollten für alle Fahrer die gleichen Maßstäbe gelten. Wenn ich z.B. lese, dass Jan Ullrich offiziell Asthma hat, damit er ensprechende Medikamente nehmen durfte, dann ist nicht nur der Sport komplett unsauber, sondern es wird auch noch ganz legal eine Chancenungleichheit geschaffen und geduldet, die der ganzen Sache wirklich den Spaß nimmt.
  Top
"Autor"  
Nutzer: -DrEaMbOy-
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 13.08.2001
Anzahl Nachrichten: 1954

geschrieben am: 13.07.2007    um 00:43 Uhr   IP: gespeichert
Ehrlich gesagt ist mir der Doping-Missbrauch im Leistungssport egal. Ich bin sehr sportinteressiert, Sport zu machen und zu schauen ist mein Leben. Doch solange ich nicht inbegriffen bin, ist es mir egal, wer sich welches Gift in die Adern spritzt, um noch ein paar Sekunden schneller oben am Galibier zu sein.
Ehrlich Leute: Der 'Doping-Skandal' im Radsport steht zwar stellvertretend für sämtliche Sportarten, bloß ist er nur für die Medien wirklich wichtig.
Mit dem Radsport wird Geld verdient! Hundertausende von Leuten verdienen am Radsport / am Sport generell, ich brauche sie gar nicht aufzuzählen. Wer will schon jemand sehen, der mit dem Fahrrad den Katzenbuckel hinauf kommt? Wir wollen alle nach Alpe d'Huez und Courchevel schwitzen sehen. Wir erfreuen uns daran, wir fiebern mit, wir empfinden Stolz, falls der Richtige gewinnt und fühlen uns durch den Sport auch mit anderen Menschen verknüpft wie die WM gezeigt hat. Wer sich dabei aus Dummheit sein Leben zerstört und wer 10 Jahre nach seiner aktiven Zeit einen zerrütteten Körper aus Eigenverschulden mit sich herum trägt, das ist für uns doch zweitrangig. Wir Otto-Normal-Radler sind es ja nicht.

@F95: Lance Armstrong war gedopt, verschiedene Quellen lassen keinen anderen Schluss zu und das wusste man auch schon zu seiner aktiven Zeit =) Es gibt - was viele nicht wissen - eine positive A-Probe von Lance Armstrong. Da aber damals keine B-Probe entnommen wurde, kann er nicht bestraft werden. Lance Armstrong wäre im Zweifel auch Kunde von Fuentes gewesen. Aber er wäre nicht erwischt worden. Das - und nur das - war das Geniale an Lance Armstrong.
  TopZuletzt geändert am: 13.07.2007 um 00:48 Uhr von -DrEaMbOy-
"Autor"  
Nutzer: stulli
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 23.11.2002
Anzahl Nachrichten: 2892

geschrieben am: 14.07.2007    um 19:16 Uhr   IP: gespeichert
Wir wollen mal nicht vergessen, dass es mit oder ohne Doping immernoch eine sportliche Höchstleistung, nämlich die verdammte Tour de Fránce ist. Es wird immer so getan als könnte jeder Depp da mitradeln, wenn man ihm genug Epo spritzt. Ganz so ist ja nun auch nicht.
  Top
"Autor"  
Nutzer: aRrogaNz
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 22.05.2002
Anzahl Nachrichten: 4738

geschrieben am: 27.07.2007    um 01:07 Uhr   IP: gespeichert
Trotzdem finde ich, dass die Tour immer unglaubwürdiger wird!!

Aber ich finde es schon fast unschaffbar 3 Wochen lang am Stück diese Höchstleistung zu bringen und das in diesen Zeiten die da hingelegt werden!!

Daher, die Tour muss weg oder jeder Fahrer wird jeden Tag auf Doping überprüft und wenn er nicht erscheint, wird der Fahrer und von mir aus auch das gesamte Team von der Tour ausgeschlossen!!

Fertsch!!
- Es gibt Tage, da verliert man und es gibt Tage, da gewinnen die Anderen -
  Top
[ kostenlose Online Spiele ] [ Professionelles Übersetzungsbüro mit Muttersprachlern ]