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Olympiaboykott? |
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geschrieben am: 20.03.2008 um 14:20 Uhr IP: gespeichert
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China führt derzeit in Tibet einen sogenannten "Volkskrieg gegen den Separatismus". Weitestgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit werden "Aufständische", die für die Freiheit ihres Landes und ihrer Kultur demonstrieren, massakriert.
Gleichzeitig sollen im Sommer in Peking die Olympischen Spiele stattfinden.
Haltet ihr deshalb einen Boykott der Spiele für sinnvoll, oder meint ihr, dass das sinnlos wäre? |
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geschrieben am: 20.03.2008 um 21:54 Uhr IP: gespeichert
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Habe heute gehört, sämtliche ausländische Journalisten wurden ausgewiesen, freie Berichterstattung also nur sehr erschwert möglich, den chinesischen Medien kann man da nicht mehr trauen, die sind glaub ich sowieso staatlich gelenkt oder unterliegen staatlicher Kontrolle.
Ich weiß nicht, schwer zu sagen, man sagt ja immer, man solle den Sport von der Politik trennen, allerdings kann es auch nicht angehen in diesem Land einen auf Friede-Freude-Eierkuchen zu machen, während der Olympiade, angesichts dortiger Zustände! |
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geschrieben am: 20.03.2008 um 23:50 Uhr IP: gespeichert
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Man hat die Olympischen Spiele in Moskau boykottiert, in Los Angeles ebenso.. gut, das war der Kalte Krieg, das is bissl was anneres.
Grundsätzlich kann ich einem Boykott in China nur begrüßen. Es gibt kaum noch ein Land, wo ein Menschenleben so wertlos is, wo eine Diktatur herrscht die seinesgleichen sucht. Sollte sich das mit dem Ausweis der Journalisten bestätigen, wäre dies nur ein weiterer Grund, da nicht anzutreten. Und da sind nicht nur Sportler gefragt, da sollten sich eine Staatsoberhäupter auch mal Gedanken machen, statt da lächelnd vor Kameras zu treten und bilaterale Abkommen zu feiern. |
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geschrieben am: 21.03.2008 um 16:33 Uhr IP: gespeichert
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Zitat von: DerKetzer Habe heute gehört, sämtliche ausländische Journalisten wurden ausgewiesen, freie Berichterstattung also nur sehr erschwert möglich, den chinesischen Medien kann man da nicht mehr trauen, die sind glaub ich sowieso staatlich gelenkt oder unterliegen staatlicher Kontrolle.
Ich weiß nicht, schwer zu sagen, man sagt ja immer, man solle den Sport von der Politik trennen, allerdings kann es auch nicht angehen in diesem Land einen auf Friede-Freude-Eierkuchen zu machen, während der Olympiade, angesichts dortiger Zustände! |
Totaler Schwachsinn, weder das Olympische Kommitee in der Schweiz, noch die Sportler die sich seit Jahren darauf vorbereiten, koennen etwas dafuer, das in Tibet die Moenche weggebombt werden, wuerden die olympischen Spiele im Irak stattfinden wuerden alle sagen "wir lassen uns von der Gewalt nicht erpressen usw."
Die Politik eines Landes sollte nicht darueber bestimmen ob en paar Sportler in nem Stadion im Kreis laufen duerfen, Kirche, Staat und Sport gehoern getrennt usw. und waehrend der Dalai Lama zurueck tritt und auf grosse Buchlesetour in Europa geht, springen halt 2 Meter grosse Schwedinnen ueber Hochsprungstangen, wenn intressiert da schon die Gewalt, wenn die Hochsprunghosen kurz und eng sind. |
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geschrieben am: 23.03.2008 um 07:07 Uhr IP: gespeichert
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Ich weis nicht warum ich immer solche ... Themen ausgrabe...
Zum Thema Boykott fällt mir eine Berichterstattung während des Irak- Krieges ein, ca. 100 Kilometer von den Kampfhandlungen entfernt. Es wurden Jugendliche in einer Disco dargestellt, tanzend, wie wenn "nichts" wäre. Es zeigt nach meiner Meinung den Hintergrund von machem nicht betroffen zu sein, sich um so manches nicht kümmern zu müssen, habe Vorteile. Es dürfte schon fast ein Aufruf sein Symptomatisches zu ignorieren und sich mit den Auswirkungen herumzuschlagen.
In diesem Fall (China) stellt sich die Frage nach Ursache und Wirkung, und wenn man etwas boykottiert, dann warum und weshalb.
Grüße
Donovan |
Hampel und Schmoll - Die Aktiv GmbH
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geschrieben am: 25.03.2008 um 14:45 Uhr IP: gespeichert
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Ein Boykott Chinas würde enorme Auswirkungen auf die Wirtschaft in unserem land haben.... das kann sich deutschland garnicht leisten
Schade |
| Einfache Leute haben die Arche gebaut - Fachmänner die Titanic |
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geschrieben am: 27.03.2008 um 10:38 Uhr IP: gespeichert
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Nennt mir ein Land, wo es zu keinen Gewalttaten kommt, wo es keine Konflikte gibt?
Also spontan fallen wir wenig Länder ein. Wahrscheinlich wird es auch dort zu Auseinandersetzungen kommen, nur berichten die Medien nicht darüber.
Jetzt ist das Thema Tibet und die Medien "geilen" sich geradezu daran auf.
Das 6400 Anzeigen letztes Jahr während Fußballspielen aufgenommen wurden (Gewalttaten), oder das täglich ca. 44 Menschen an Ärztepfusch sterben, das hier in Deutschland die meisten arbeiten gehen und davon nicht mal ihren Lebensunterhalt finanzieren können, das sich die Manager die Taschen vollstopfen und das auf dem Rücken der Angestellten, das immer noch zu viele Kinder täglich in Afrika sterben etc, ja dieses ist erstmal egal. Bei den Medien haben sich diese Themen wohl "ausgelutscht".
Wir haben ja jetzt die Gewalttaten gegen tibetische Mönche, die natürlich wichtiger sind, als die Probleme im eigenen Land.
Nun zu der Frage, nach dem Boykottieren.
Warum?
Hinfahren, eine gute und annehmbare Leistung zeigen, Deutschland vernünftig repräsentieren und sich, wenn möglich, eine Medaille um den Hals hängen lassen! Mir wäre es am liebsten, wenn es möglichst viele Goldene werden.
PS. Unser Sozialstaat verträgt bestimmt noch 1 Million Tibeter!
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geschrieben am: 27.03.2008 um 22:41 Uhr IP: gespeichert
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[ironie]
Oh, in China gibt es gravierende Menschenrechtsverletzungen und mehrere Volksgruppen mit jeweils Millionen von Menschen werden unterdrückt. Das ist jetzt aber eine Überraschung, das konnte man bei der Vergabe der Olympischen Spiele noch nicht wissen.
[/ironie]
Hat damals jemand geglaubt, dass sich mit der Vergabe etwas ändern wird? Die Chinesen lachen sich doch kaputt, wärend sie ihre 2-Wochen-Fassade aufbauen. |
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geschrieben am: 31.03.2008 um 10:44 Uhr IP: gespeichert
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Zitat von: UrmeL
Jetzt ist das Thema Tibet und die Medien "geilen" sich geradezu daran auf.
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Jetzt? Naja, das Thema gibt es schon ein paar Jahrzente... Lediglich durch Olympia wird es noch mehr in den Fokus der Weltöffentlichkeit gerückt. Man erinnere sich an Myanmar ( ehemals Burma ), danach kräht nun auch kein Hahn mehr...
Trotzdem, oder weil gerade jetzt alles auf China im Hinblick auf die Spiele schaut, sollte man Zeichen setzen. Wodurch sicherlich auch der Druck der Öffentlichkeit jetzt größer ist, als nach den Spielen.
Ein Boykott hätte Folgen für die deutsche Wirtschaft? Nunja, sieht man von einseitigen Handelsabkommen ab, Markenrechtsverletzungen, eingeschränktem Binnenhandel und anderen contra-produktiven Wettbewerbsmethoden der Chinesen, dann könntest du Recht haben. Jedoch finde dich nicht, dass man anhand von kaufkraft und Absätzen, seine Moral und Ethik abhängig macht..
Es lebe die freie Marktwirtschaft |
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geschrieben am: 31.03.2008 um 23:40 Uhr IP: gespeichert
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Zitat von: chris Ein Boykott hätte Folgen für die deutsche Wirtschaft? |
Ja und wie!
Man sollte bedenken, dass China ein großer Absatzmarkt für deutsche Produkte ist.
Sollte die Regierung den Handel mit Deutschland verweigern, kommen folglich auch keine deutschen Produkte mehr auf den Markt in China. Somit hätte Deutschland wieder Absatzschwierigkeiten, daraus resultieren dann wieder Arbeitslosigkeit und eventuell Insolvenz einiger kleineren Unternehmen. Natürlich nur im Extremfall.
Arbeitslosigkeit ist eher ein Punkt, der dann zutreffen würde.
mfg urmel |
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geschrieben am: 02.04.2008 um 09:20 Uhr IP: gespeichert
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Zitat von: UrmeL
Nennt mir ein Land, wo es zu keinen Gewalttaten kommt, wo es keine Konflikte gibt?
Also spontan fallen wir wenig Länder ein. Wahrscheinlich wird es auch dort zu Auseinandersetzungen kommen, nur berichten die Medien nicht darüber.
Jetzt ist das Thema Tibet und die Medien "geilen" sich geradezu daran auf.
Das 6400 Anzeigen letztes Jahr während Fußballspielen aufgenommen wurden (Gewalttaten), oder das täglich ca. 44 Menschen an Ärztepfusch sterben, das hier in Deutschland die meisten arbeiten gehen und davon nicht mal ihren Lebensunterhalt finanzieren können, das sich die Manager die Taschen vollstopfen und das auf dem Rücken der Angestellten, das immer noch zu viele Kinder täglich in Afrika sterben etc, ja dieses ist erstmal egal. Bei den Medien haben sich diese Themen wohl "ausgelutscht".
Wir haben ja jetzt die Gewalttaten gegen tibetische Mönche, die natürlich wichtiger sind, als die Probleme im eigenen Land. |
| Es ist anzunehmen, dass sich viele gerne mit vielen Ländern (Ausland, auch Nachbarländer) auseinandersetzen würden. Aber das kostet viel Zeit und meistens stößt man auf einige bis viele Misstände, was wenig Freude bereitet. Man könnte zum Beispiel abwägen wie die Misstände im eigenen Land sich darstellen, sozusagen feststellen wie man universell betrachtet dasteht. Es ist zwar ein schwacher Trost, dürfte aber wirtschaftlich betrachtet unter anderem ein Schlüssel zum Erfolg sein. |
Hampel und Schmoll - Die Aktiv GmbH
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geschrieben am: 04.04.2008 um 09:53 Uhr IP: gespeichert
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Ich denke nicht, dass ein Boykott der Olypmischen Spiele unmittelbare Auswirkungen auf die deutsche/europäische/westliche Wirtschaft hätte. Der Symbolfaktor eines Boykotts wäre dagegen enorm, vor allem, wenn sich parallel dazu auch die Politik um eine friedliche Lösung des Konflikts um Tibet bemüht.
Das Argument, man sollte den Sport von der Politik trennen, halte ich in diesem Zusammenhang ohnehin für unzulässig, weil schon die Vergabe der Spiele an China eine durch und durch politische Entscheidung war, von der man sich eine weitere Öffnung Chinas (und seiner Märkte) erhofft hat. Sportliche Argumente für den Standort China und Peking lassen sich jedenfalls nur schwer finden, bedenkt man 1., dass Peking vor allem durch eine enorm hohe Luftverschmutzung hervorsticht und 2., dass China eines der wenigen Länder der Welt ist, das sich bis heute weigert, unabhängige Dopingkontrollen zuzulassen.
Ferner heißt es zu vielen passenden und unpassenden Gelegenheiten, Sportler hätten eine "Vorbildfunktion", derer sie sich bewusst sein sollten. Wie könnte man - insbesondere als Deutscher - dieser angeblichen Rolle besser entsprechen, als die Teilnahme an Olympischen Spielen, die von einem diktatorischen System veranstaltet werden, für das Menschenrechte ein Fremdwort ist, aus Gewissensgründen abzulehnen?
Auch den Satz "es bringt sowieso nichts" halte ich nicht für relevant, weil nicht alles, was man tut, einen unmittelbaren Nutzen bringen muss. Viel mehr geht es hier um eine Entscheidung des Gewissens, dem ein jeder (freier) Mensch verpflichtet sein sollte.
edit: Korrekturen und Ergänzungen |
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TopZuletzt geändert am: 04.04.2008 um 10:04 Uhr von stulli
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geschrieben am: 05.04.2008 um 23:39 Uhr IP: gespeichert
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ein teilnehmen an den spielen in china wäre quasi ein zeichen der billigung dieser politik. in hinsicht auf die wirtschaft hab ich zu wenig ahnung, um mögliche konsequenzen einschätzen zu können, aber die sind sicherlich nicht von der hand zu weisen...
der gewissenskonflikt erinnert mich an dieser stelle an die moralischen pflichten des menschen, die manche gerne im grundgesetz sehen würden.
najaa wie auch immer, an sich wäre es der boykott angebracht. |
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geschrieben am: 24.05.2008 um 16:10 Uhr IP: gespeichert
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Nun, auch in diesem Forum is geschehen, was leider auch im r.l immer wieder zu beobachten ist. Ein Thema gerät in den blickpunkt der Medien und dami der Gesellschaft, es wird darüber diskutiert, man und frau regen sich darüber auf... und in ein zwei Wochen (wenn überhaupt) flacht das thema wieder, wird weniger darüber geredet, obwohl das Thema fast noch akkuter geworden ist...
Aber erst Einmal zurück zum Thema:
Ich denke hier sind schon einige wichtige Punkte genannt worden. Die Olympischen Spiele sind heutzutage vorallem in wirtschaftlicher hinsicht interesant... denn das, wenn es nach dem Olympischen Gedankengeht, chinaniemals die Spiele hätte bekommen dürfen, sollte auf der Hand liegen... da zieht auch nicht das Argument, dass man sich dadurch erhofft, dadurch Demokratische Ideale un Werte in China verankern zu können... ich denke hierfür gäbe es andere Wege, die den dortigen Machthabern etwas weniger in die Karten spielen würde...
Was mich allerding noch interessieren würde, inwieweit wärt ihr selbst eigentlich bereit die Spiele zu boykottieren? Einfach den Fernseher nicht einschalten... darauf achten welche Waren man kauft (obwohl ich mir gerade überlege, ob es eine Firma gibt, die die Spiele nicht sponsort).. |
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