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Papa 27.06.2003

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geschrieben am: 01.03.2004    um 14:14 Uhr   IP: gespeichert
Mein Vater
(20.09.2003)
(in stillem Gedenken an meinen Vater, der im Sommer 2003 vertorben ist)



Ein Windstoß kommt durch das offene Fenster und wirbelt Papierseiten vom Tisch, lässt sie in der Luft tanzen und dann sanft zu Boden schweben. Vorzugsweise landen sie unterm Bett oder unter Schränken und stöhnend muss ich mich verrenken, um sie von dort wieder zu bekommen..
Ich sitze wieder am Fenster, schaue hinaus in den Sonnenschein, runzele die Stirn und frage mich wo der Wind herkommen mag. Versuche mich an einem Gedicht über meinen Vater und es ist, als hätte er mir die Seiten vom Tisch gepustet. Nichts will mir gelingen! Wieso ist es denn so schwer über seinen Vater zu schreiben? Die Worte, Gedanken wollen nicht aufs Papier. Trauer passt durch keine Tintenfeder. Sonst habe ich nur selten Probleme etwas wie gewollt auszudrücken. Sprache ist mehr als nur ein Medium zur Verständigung. Hier aber versagen meine Künste. Lese meine Entwürfe. Papierbälle werden aus ihnen, die langsam den Tisch erobern. Die Zeilen erscheinen mir entweder zu schwülstig oder zu banal, werden ihm nicht gerecht. Er war mehr als ich auszudrücken vermag. Versinke in Erinnerungen. Tausend kleine Bilder mit ebensoviel Geschichten und dem deutlichen Empfinden, erst langsam zu verstehen, was es bedeutet. Er ist nicht mehr da.
Ein Kämpfer war er, ein Genießer, ein Familienvater, ein Bastler und auch ein Freund. Erst heute weiß ich wirklich wie stark er war und ich frage mich, beim Blick hinaus in die Welt, ob ich die gleichen Kräfte hätte. Er kämpfte einen Kampf, den er nicht gewinnen konnte. Sein unsichtbarer Feind war heimtückisch und ließ ihm keine Chance. Trotzdem wirkte er stets voller Zuversicht, hatte Pläne und seinen trockenen Humor bewahrt. Wie mag es in ihm ausgesehen haben? Wie mag er gezweifelt und gehofft haben? Wann hatte er Angst?
Ich falte aus einem der Papiere ein Flugzeug. Genau so hatte es mir mein Vater als kleiner Junge gezeigt. Selten gelang es mir richtig gut. Jetzt fliegt es. Es segelt hinaus aus dem Fenster, schwingt sich durch die letzten Sonnentage des Spätsommers. Überlege was ich alles von meinem Vater weiß, an was ich mich erinnern kann, was er mir erzählt hat. Krame in meinen Erinnerungen und füge es, puzzlegleich, zusammen. Erzählungen von einer Endkriegskindheit, von Abenteuern, die wir uns heute nur noch schwer vorstellen können. Familiengeschichten. Untauglich für Gedichte und zu privat für Erzählungen.
Er fehlt mir. Jeden Tage, jede Stunde und die Traurigkeit sitzt so tief in mir, dass ich oft glaube an ihr ersticken zu müssen. Ich weiß, dass er bei mir ist. Es ist mehr als nur Glauben, mehr als Wunsch, als Illusion oder der Egoismus des Zurückgelassenen. Ich spüre es einfach. Ich höre ihn, wie er mich ermahnt, nicht den Papiermüll liegen zu lassen. Ich sehe, wie er dem Papierflugzeug ein Lächeln hinterher schickt.
Habe ich gelernt? Ja, ist meine Antwort. Ich habe gelernt, auch wenn es lange gebraucht hat und nicht immer deutlich wurde. Er hat mir vieles beigebracht und noch viel mehr mitgegeben. Ich war wohl selten der Sohn, den er sich gewünscht hatte. Es nagt an mir, obwohl ich weiß, dass ich in seinem Herzen war. Sehe das Leben und Probleme nun aus einem anderen Blickwinkel. Ich habe viel gelernt von meinem Vater, von meinem Freund und ich spüre, dass er es weiß.
Kein Gedicht, beschließe ich. Ich werde nicht versuchen diesen einzigartigen Menschen in wenige Zeilen zu pressen. Auch meine Gefühle, mein Schmerz, passen nicht hinein. Ich lasse sie frei, wie das kleine Papierflugzeug...

copy: mein Bruder

Einfache Leute haben die Arche gebaut - Fachmänner die Titanic
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Nutzer: presea
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geschrieben am: 01.03.2004    um 14:15 Uhr   IP: gespeichert
....abends,am bett meines sohnes.....

"mama?ist opa nun ein stern?"
"ja ,mein schatz. er beschützt uns."
~heftiges kopfschütteln~
"nein,mama,opa ist kein stern.....er ist der mond."
~leichtes schmunzeln meinerseits~
"wieso,mein schatz?"
"weil er etwas ganz besonderes ist....so wie der mond"



~kindergedanken~
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Nutzer: presea
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geschrieben am: 01.03.2004    um 14:17 Uhr   IP: gespeichert
es ist wieder freitag

ich mag keine freitage mehr.

ich seh hinaus,die sonne strahlt,der himmel ist blau und unwirklich weit weg.
es ist freitag und mit wehmut wird mir klar,das meine freude auf die kommenden tage nicht ungetrübt ist.
der schatten,der aus dem loch fällt,das du hinterlassen hast,beschattet alle kommenden feste,an denen ich dich so gern dabei gehabt hätte.

du warst 30 jahre jeden tag für mich da- und nun?
das schlechte gewissen belastet mich, darf ich mich arglos freuen?darf ich lachen und überschäumend glücklich sein?darf ich mir sagen: das ist die schönste zeit meines lebens....und das- wo du noch nicht mal wirklich weg bist?

im elternhaus begegnest du mir überall. ich höre deine stimme,wie sie mich förmlich streichelt,sehe dort dein lachen und deine augen zwinkern schelmisch.
du bist für mich noch nicht weg.

ich seh hinaus,wische mir meine tränen weg und freue mich auf die nächsten tage.
das hättest du auch gewollt.

es ist freitag
ich mag keine freitage mehr.

Presea am 19.12. 2003
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Nutzer: June
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geschrieben am: 01.03.2004    um 18:47 Uhr   IP: gespeichert
schnief :(
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Nutzer: Nash
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geschrieben am: 02.03.2004    um 01:34 Uhr   IP: gespeichert
trifft den kern der sache genau
Von all den Dingen, die mir sind verloren gegangen...
hab ich am meisten an meinem Verstand gehangen.
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Nutzer: presea
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geschrieben am: 02.03.2004    um 09:07 Uhr   IP: gespeichert
~kindergedanken~

"mama?"
"ja,mein engel?"
"wollte opa nicht bei meiner einschulung dabei sein?"
"doch,mein engel,das wollte er"
"und zu weihnachten?"
"wäre er bestimmt auch gern da gewesen, und hätte gern mit dir gespielt"
"aber...warum ist er dann gegangen?"
"weil sein körper zu krank war. sein geist war bestimmt die ganze zeit bei uns"

und er legte sich auf die seite,sah zum fenster und flüsterte leise
"gute nacht opa"

auch ich seh zum fenster,ins dunkle hinaus
...ich vermisse dich so sehr...

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Nutzer: MoNiK
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geschrieben am: 03.03.2004    um 20:43 Uhr   IP: gespeichert
mh .. joa traurig
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Nutzer: presea
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geschrieben am: 05.03.2004    um 09:05 Uhr   IP: gespeichert
weißt Du das Papa, ich hatte
dich lieb · Bist am Ende der Krankheit erlegen in
friedlich, erlösendem, schmerzlosem Schlaf man
kann doch nicht alles haben im Leben hast Du oft
gesagt und ich hab nur gelacht doch glaub mir, ich
hab nachgedacht ·
glaube mir Papa, ich
behalte Dich lieb
(copy Pur)


für meinen Papa,den ich gern bei meiner Hochzeit neben mir gehabt hätte....
mein Brautstrauss liegt immernoch schockgefrostet auf dem Grab,ich hoffe,Du hast uns gesehen.
...
und es ist wiedermal Freitag...
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Nutzer: presea
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geschrieben am: 12.03.2004    um 10:11 Uhr   IP: gespeichert
10 uhr 5
es ist freitag....
ende juni,...um genau diese zeit fuhr mein vater das letzte mal sie auffahrt hinaus.... nur sass er diesmal nicht selbst am steuer

nach einer halben stunde hatte auch ich begriffen,das der wagen des bestattungsinstitutes nicht mehr zurückkommen wird...

abschiede machen uns nur angst,wenn sie für immer sind,weil wir das "immer" nicht zu realisieren wissen...
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Nutzer: Pearljam100
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geschrieben am: 12.03.2004    um 17:51 Uhr   IP: gespeichert
Sag ma Presea, schreibst du die Texte selbst? Wenn ja solltest dir mal überlegen das nit Beruflich zu machen.
Finde die Texte aufjeden fall ziemlich genial.

Gruss Jam
Veni Vidi Bini - Ich kam sah und trank
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Nutzer: presea
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geschrieben am: 12.03.2004    um 18:29 Uhr   IP: gespeichert
den einstiegstext hat mein bruder verfasst... die anderen ich und eine strophe hab ich aus einem lied von pur gepostet (copy pur steht drunter)

beruflich....nein.
sowas auf verlangen und zeitpunkt zu schreiben erscheint mir unmöglich.

...ich hätte nie gedacht, das sich trauer so zähflüssig monatelang hinzieht...
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Nutzer: presea
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geschrieben am: 23.03.2004    um 13:52 Uhr   IP: gespeichert
trauer ist wie kaugummi
...man denkt, er ist ab, dabei schnellt er wieder zu einem zurück und bedeckt alles grossflächig

trauer ist wie die nacht
...sie hüllt einen vollständig ein,kann warm oder kalt sein- und entsetzlich einsam.

trauer ist wie Honig,
...zähflüssig, klebrig und manchmal doch leidvoll süss

trauer ist wie ein sommergewitter
... plötzlich, schlagartig, schwer und dunkel überfällt es einen, und man kann sich nicht wehren.

trauer ist wie der wind
... sie streichelt die seele,versorgt die schmerzhaften narben und deckt sie zu

trauer ist zeitlos
...und tief im inneren allgegenwärtig

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Nutzer: diRRtyAvRil
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geschrieben am: 23.03.2004    um 20:54 Uhr   IP: gespeichert
ohne worte..
………………………………………………………………………………………………………………………………………………
`•·» Bøýž ?! †hîž £ãÐý îž †øø ]-[ø† ƒør ýã...Šø ýøµ bꆆã ñø† †øµçh..š]-[ê'š Mîñê «•´ ¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨¨
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Nutzer: presea
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geschrieben am: 26.03.2004    um 21:15 Uhr   IP: gespeichert
... es ist freitag...

21.uhr

ich stand auf dem balkon und brüllte vor wur, schrie vor schmerz und schimpfte, ich fluchte und machte ihm vorwürfe

klammheimlich zu verschwinden...wie unfair

doch,- hätte ich abschied nehmen können , wenn ich gewusst hätte, das ich ihn nie wieder seh?wohl kaum.

ich klagte den himmel an ,seiner ungerechtigkeit wegen.

morgen ist es 9 monate her.

die narben schmerzen noch immer,- aber sie haben aufgehört, zu bluten.


... es ist freitag
ich mag keine freitage mehr.
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Nutzer: bLuEiCeLaDy
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geschrieben am: 31.03.2004    um 10:47 Uhr   IP: gespeichert
*hi,
ich habe vor ein paar tagen eine serie gesehen
und da ist der vater eines mädchens gestorben ich
dachte darüber nach wie es wäre meinen vater zu
verlieren dieser gedanke erfüllte meine augen mit
tränen! auch wenn ich deine texte lese und dabei
an meinen vater denke könnte ich weinen! irgendwo
kann ich deine trauer verstehen ich denke mir würde
es ganz genauso gehen!

mein herzliches beileid

the reni
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Nutzer: veco
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geschrieben am: 03.04.2004    um 18:40 Uhr   IP: gespeichert
auch wenn ich persönlich sehr hart im nehmen bin,hat mich das schon ziemlich gerürt...
hab auch nachgedacht was ich fühlen würde wenn mein vater plötzlich sterben würde,und wisst ihr was dabei rausgekommen ist?
nichts,ich würde nichts fühlen...weil mir klar geworden is dass ich ihn nichtmal leiden kann...
ich werd zwar nicht geschlagen,und auch nich wirklich angeschrieen oder so...
aber ich mag ihn einfach nich...

ziemlich schrecklich sowas finde ich!


eure veco
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Nutzer: Shilla
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geschrieben am: 09.04.2004    um 13:36 Uhr   IP: gespeichert
dafür finde ich keine worte snief
habe meine mutter an krebs verloren
......
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"Autor"  
Nutzer: Ottler_m
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geschrieben am: 16.04.2004    um 13:40 Uhr   IP: gespeichert
Respect presea das lässt sogar den härtesten Mann weich werden
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Nutzer: presea
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geschrieben am: 27.04.2004    um 23:09 Uhr   IP: gespeichert
die angst , vorm sterben, ist das nicht nur die angst WIE man stirbt, als das man angst hat, was danach kommt?


"alle wege haben ein ende"
das steht nun auf dem grabstein meines vaters.
haben sie ein ende? WIE enden sie? ist es nicht bei jedem unterschiedlich?

meine gedanken fliegen hin und her,und immernoch kommt es vor, das mir einfach so tränen über die wangen rinnen.
aber es tut nicht mehr so weh- oder gewöhnt man sich nur an die leere?an das loch, das er hinterlies?
nie waren mir seine arme bewusster, in denen ich oft trost suchte, die letzten jahre.und sie fehlen mir so sehr.


und wir dachten, wir hätten noch so viel zeit....
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Nutzer: presea
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geschrieben am: 14.05.2004    um 22:41 Uhr   IP: gespeichert
es ist Freitag.
ich mag immernoch keine Freitage.
es nährt sich sein todestag, und ich habe angst vor diesem tag. ich kenn mich schon....sehr viele jahre- aber noch lange nicht gut genug, um zu wissen, wie ich reagieren werde. mag sein, das es tagesform abhängig sein wird- ich habe keine ahnung. eigendlich möchte ich diesen tag aus dem kalender streichen.
die trauer ist vernarbt, meine tränen , die noch immer ab und zu von alleine loslaufen, brennen nicht mehr auf der haut- sondern sind befreiend.
der tod ist ein seltsames thema. ganz selten findet man menschen, mit denen man ungezwungen offen darüber reden kann. ist es wirklich solch ein tabu?
vielleicht nur, weil wir uns damit nicht auseinandersetzen wollen?
meine gedanken drehen sich im kreis.warum haben wir angst vor dem tod? weil für uns dann die welt zu ende ist, sie aber doch sich weiterdreht als sei nichts passiert?
diesen aufschrei der trauer, der durch die haut geht, sich in die seele brennt- den habe ich erlebt. fassungslos stand ich an seinem todesbett und begriff nicht, das die welt es wagte, sich weiter zu bewegen, das die menschen auf der strasse nicht weinten,nicht meine trauer spürten, die so gewaltig alles vernichtend war.es wird einem das gfühl gegeben, es sei alles ganz normal, obwohl es einem das herz zerreist.
ich glaube, wenn man einen geliebten menschen verliert, dann verliert man ein stück von dem glauben in die welt und in sich selbst.
noch 80 minuten- dann ist endlich samstag....
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Nutzer: presea
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geschrieben am: 04.06.2004    um 17:26 Uhr   IP: gespeichert
das weinen wird seltender... die angst wird grösser- noch jemanden zu verlieren...das alles nocheinmal durchstehen zu müssen.

man fängt an zu überlegen, das es besser wäre- später selber der erste zu sein, der die seiten wechselt und geht...
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