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Auf den Beitrag: (ID: 3334) sind "1" Antworten eingegangen (Gelesen: 676 Mal).
"Autor"

Ein Tag den ich nicht will.

Nutzer: TheDJpat
Status: Profiuser
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Registriert seit: 11.03.2001
Anzahl Nachrichten: 144

geschrieben am: 23.02.2003    um 08:46 Uhr   
Es ist Samstag, ein Samstag im April.
Sonst ist Samstag immer ein schöner Tag, ein Tag der Freude, ein Tag der Freunde und Freundinnen, ein Tag des Vergessens und ein Tag der Erinnerungen, ein widersprüchlicher Tag, so wie ich voller Widersprüche bin. Samstag war immer MEIN Tag. Nur selten (oder noch nie, ich weiss nicht genau, weil ich schlechte Tage gern mal vergesse) war es so ein merkwürdiger Tag, wie er heute war....
Heute war ein Tag, an dem ich bestimmt einige meiner grössten Gewissenskonflikte hatte - ich hasse solche Tage - und ich hasse Gewissenskonflikte! Nichtsdestotrotz - heute hatte ich sie - der Tag begann so schön und wurde doch zu einem persönlichen Albtraum.
Obwohl, es gab schlimmere Tage (Wirklich? Vergiss! Aber es geht doch nicht völlig!), viel schlimmere Tage... ich glaube, ich hatte, soweit ich mich erinnern kann und will (es schmerzt!), konkret zumindest, auf jeden Fall schon vier solcher Tage erlebt und überlebt. Sehr schreckliche Tage, die prägen, die verändern, die den Himmel urplötzlich zur Hölle werden lassen. Es gibt wohl nur persönliche Höllen. Man sollte diese Tage ganz aus dem Leben streichen, aber... sind sie nicht doch wichtig?
Es handelt sich um die Tage, an denen man imstande ist, ALLES zu tun, egal ob sinnvoll oder unsinnig, einfach nur, um ES herauszulassen: Die ganze Wut, Angst, Liebe, den ganzen Hass, alles, was sich angestaut hat, einfach von sich zu werfen, frei sein, oder sich zumindest frei(er) fühlen. Gibt es diese Freiheit? Nur in eigenen Gedanken verirrt, die Mutmaßung (der Beweis?): Keiner kann mich verstehen, keiner kann mir helfen. Ist das die Freiheit, die ich habe? Die Freiheit zu verstehen?
Sicher ist: Es gibt kein Zurück mehr, und in diesem Moment auch kein Vorwärts. Es gibt einfach überhaupt nichts Vernünftiges mehr, und es soll und darf auch nichts Vernünftiges mehr geben! Tod der Vernunft, Tod den Gefühlen... oder doch besser freien Lauf den Gefühlen?
Gibt es noch ein Ziel? Nein,es gibt kein Ziel, weil es in DIESEM Moment aussichtslos ist, überhaupt an irgendetwas zu glauben, erst recht, wenn es unerreichbar ist, fort für immer.
Was bleibt? Nur wir zwei: Die Realität und ich!
Wer ist stärker, wer besiegt wen???
Und doch ist es heute etwas anders, es wird nicht meine Realität verändert, sondern ich verändere die Realität, ich könnte es zumindest, aber ob ich es wirklich wage, diese Macht zu benutzen? Darf ich - soll ich - alles auszulöschen, was noch da ist? Mit dem Gedanken an das Gefühl, das ich hätte, haben könnte, wenn es andersherum wäre?
Was ist schwerer: Zu ertragen, oder auszuteilen?
Was ist schwerer: Zu verletzen, oder verletzt zu werden?
Was ist schwerer: Lieben, oder geliebt werden?

Was ist Liebe, Leben, Tod, Gedanken, Realität, Wahnsinn?

Und was ist für euch das wichtigste?

TheDJpat

Geändert am 23.02.2003 um 08:50 Uhr von TheDJpat

Beitrag wurde von stoffi am 27.02.2003 um 20:37 Uhr aus dem Forum Schrottplatz verschoben.
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"Autor"  
Nutzer: stoffi
Status: Profiuser
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Registriert seit: 19.03.2002
Anzahl Nachrichten: 1410

geschrieben am: 01.03.2003    um 04:54 Uhr   
natürlich gibt es tage an denen nichts zu funktionieren scheint, tage an denen wir uns hilflos vorkommen... wo wir die zeit vordrehen möchten nur um dem ganzen zu entfliehen... einfach alles hinwerfen, verdrängen.

hmm... ich bin aber der meinung das auf langer sicht gesehen solche tage durchaus was positives bewirken können...
wir dadurch gestärkt werden, wir eventuell für etwas kämpfen mussten, es einmal nicht leicht war sich durchzusetzen...
die frage bleibt immer, was wir daraus machen... lassen wir uns von solchen momenten einschüchtern.. oder stellen wir uns dem ganzen und schauen nach vorne, versuchen das beste draus zu machen...

(zitat) Tod der Vernunft, Tod den Gefühlen... oder doch besser freien Lauf den Gefühlen?
Gibt es noch ein Ziel? Nein,es gibt kein Ziel, weil es in DIESEM Moment aussichtslos ist, überhaupt an irgendetwas zu glauben, erst recht, wenn es unerreichbar ist.. (/zitat)

ich halte das für sehr gewagt... sicher, man darf sich nicht nur von gefühlen leiten lassen.
man muss versuchen die richtige dosierung an vernunft und gefühlen zu finden...
ohne vernunft, gefühle und ziele... hat man sich bereits selber aufgegeben!
egal wie aussichtslos die situation auch scheinen mag, ich denke es lohnt auf jeden fall dafür zu kämpfen, - nicht einfach das handtuch zu werfen...

wieso die realität unbeding "besiegen"!?
wieso uns etwas vormachen... warum die realität unbedingt verändern wollen!?
nur weil es einmal nicht so funktioniert, wie wir es uns vielleicht vorstellen?
weil wir den anforderungen nicht entsprechen, dem druck somit nicht gewachsen sind?
weil wir mit dem was wir erreicht haben noch nicht zu frieden sind?
ist es wirklich so schwer auch einmal die momente/situationen zu akzeptieren in denen es nicht nur durchwegs positiv läuft?
wollen wir selber nur immer unsere höhen erkennen, nicht zulassen wenn es uns einmal schlechter geht?
ist es die angst, nicht geachtet zu werden?

wieso können wir die realtität mit ihren stärken und auch schwächen, so wie sie ist nicht anerkennen...



hmm... vielleicht ein ewiger teufelskreis in dem wir uns befinden...

mfg stoffi =))

Auge um Auge, - und die Welt würde erblinden...



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